Seit kurzem bloggen mein Mann und ich gemeinsam auf
Wir sind umgezogen…
09. März 2011Erziehen auf chinesisch
18. Januar 2011
Warum chinesische Kinder so strebsam und erfolgreich sind, beschreibt Amy Chua, Professorin an der amerikanischen Elite-Universität Yale in ihrem Buch “Schlachtruf der Tigermutter”, das schon vor seinem Erscheinen für großes Aufsehen sorgte.
Ihr Rezept: Strenge, Disziplin, Erbarmungslosigkeit. Die Süddeutsche Zeitung zitiert Chuans Erziehungsregeln folgendermaßen: “Keine Übernachtung bei Freunden, keine Teilnahme am Schultheater, keine Widerrede, kein Fernseher, keine Computerspiele, keine Freizeitaktivitäten, keine Note nach Hause bringen, die schlechter ist als eine Eins.”
“Wenn ein chinesisches Kind eine Zwei bekommt – was nie passieren würde -, würde es bei den Eltern Geschrei und einen Wutanfall auslösen. Die verzweifelte chinesische Mutter würde dann Dutzende, wenn nicht Hunderte Übungstests besorgen und sie mit ihrem Kind durcharbeiten, so lange, bis es eine Eins bekommt. Chinesische Eltern fordern Bestnoten, weil sie daran glauben, dass ihr Kind sie bekommen kann”
Die Mutter zweier Töchter schreckt vor erniedrigenden, menschenverachtenden Methoden nicht zurück, die wir schlicht Folter nennen würden- sei es, dass sie ihre Kinder als Versager bezeichnet, ihnen Essen und Schlaf entzieht oder sie sogar nicht zur Toilette gehen lässt, bis sie ihre Aufgaben perfekt und fehlerfrei beherrschen.
Dass Amy Chuan überhaupt Gehör findet für ihre steilen Thesen, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass westliche Eltern teils erstaunt, teils neidisch auf diese Hochleistungs- Chinesen schauen. Die Diskrepanz zwischen dem ausgeprägten Laisser-faire vieler amerikanischer und auch deutscher Eltern und dem totalitär geprägten Erziehungskonzept der Chinesen könnte größer nicht sein. Beide Extreme machen Kinderseelen kaputt, führen zur psychischen Verelendung.
Was aber ist der richtige Weg? Die Lösung heißt “Erziehung mit Liebe und Zielen in sicheren aber liebevollen, nicht entwürdigenden Grenzen”. Dass Kinder ganz viel Zuwendung brauchen, wird hierzulande (nicht minder als in China) oft unterschätzt. Grenzen haben sie oft keine, weil niemand da ist, der sich die Mühe macht, sie ihnen zu setzen.
Unsere Kinder sind es wert, dass wir uns in Liebe um sie kümmern und so gut es geht, fördern und auch herausfordern. Allerdings muss klar sein, dass sich der Wert des Kindes nicht an seiner Leistung errechnet. Nicht zur Befriedigung unseres Ehrgeizes sondern aus Freude an der Entwicklung der speziellen Gaben sollte ein Kind angespornt werden. Liebe muss immer vor Leistung stehen – eine emotional starke, gesunde Persönlichkeit wird es viel leichter haben, sich im Leben zu behaupten.
“Mit einer Kindheit voller Liebe, kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt ertragen.” (Jean-Paul)
Konzern plant die 24-Stunden-Krippe
12. Januar 2011Das Großunternehemn Dussmann, eine Berliner Firma, die weltweit Seniorenheime und Kantinen betreibt sowie im Gebäudemanagement aktiv ist, hat den Wirtschaftsfaktor Kinderkrippe für sich entdeckt. Im Mai soll nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung die erste 24 Stunden-Krippe in Berlin eröffnet werden. Im “Kulturkindergarten” wird es neben der Rundumbetreuung unter anderem vor allem englisch sprachige Erzieher geben – Bildung, Bildung über alles….
Der Konzern freut sich auf ein lukratives Geschäft und plant eifrig weiter. Laut Berliner Morgenpost plant Dussmann eine Kita-Kette in Deutschland.«Das könnte für uns ein interessantes Geschäftsmodell werden», sagte Thomas Greiner, Vorstandschef der Dussmann-Gruppe, dem Internetportal Morgenpost Online. Immerhin gibt es ab 2013 gesetzlich zugesicherte Krippenplätze für alle, die sie wollen. Da die Politik nicht so recht nachkommt, helfen jetzt Firmen aus, denen es wohl weniger um die pädagogische Qualität denn um einen maximalen wirtschaftlichen Erfolg geht.
Mir sträuben sich die Haare: Ich stelle mir vor, wie gestresste Eltern ihr müdes Kind abends bei der Krippe vorbei bringen. Dort wird es kollektiv mit anderen ins Bett gesteckt. Keine Mami, die es in den Arm nimmt. Keine Gute-Nacht-Geschichte und Kuscheln mit Papa. Stattdessen allgemeines Geplärr von lauter unglücklichen Leidensgenossen, die sich entwurzelt und ihrer Heimat beraubt fühlen. Wo um alles in der Welt sind wir gelandet?
Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis auch die erste Wochenkrippe eröffnet wird. Die DDR lässt herzlich grüßen.
Hier der Bericht der SZ zum Thema.
Mediendurchblick für Eltern
11. Januar 2011
Rike, pixelio.de
Das Internet-Portal “Flimmo” bietet Eltern, die ihren Nachwuchs nicht gedankenlos alle möglichen Fernsehprogramme konsumieren lassen wollen, eine gute Hilfestellung an: Alle aktuellen Serien, Filme und Fernsehkanäle werden von den Pädagogen und Medienexperten von “Flimmo” durchforstet und auf ihre Kindertauglichkeit geprüft. Generell ist es natürlich am Besten, zusammen mit den Kindern fernzusehen, wenn überhaupt geschaut wird. Für Eltern, die die Zeit dafür nicht nehmen wollen, sind die Inhaltsangaben zu den einzelnen Filmen und die Beschreibung ihrer Wirkung auf Kinder sehr detailliert und hilfreich. Teilweise wünscht man sich noch eine detailliertere Unterscheidung nach Altersgruppen.
Weiter hat die Internetseite ein Filmlexikon samt Film-Empfehlungen und -warnungen im Angebot. Außerdem bietet sie etliche Hintergrundartikel zum Thema Mediennerziehung. Für Eltern und Lehrer ein prima Werkzeug.
Interview mit Julia Klöckner ist jetzt online
08. Januar 2011Hier ist das angekündigte Interview mit Julia Klöckner zum Thema “Family mainstreaming” schon online.
Eine spannende Einsicht daraus:
“Wir brauchen eine Politik aus der Perspektive von Familien. Was jene Freundin von mir so richtig auf die Palme bringt, ist die Mehrwertsteuer auf Familienprodukte – viel zitiert, aber zu Recht: Hundefutter sieben Prozent, Babywindeln 19 Prozent. Familien müssen einfach Vorrang haben.”
Ansonsten denkt auch Frau Klöckner vor allem in Richtung rasche Berufstätigkeit. Wie bringen wir Frauen dazu, Kinder zu kriegen und dennoch schnell wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen? Zu kurz gedacht: Kinder brauchen Zeit und eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist unter diesen “Fast-parenting”-Bedingungen kaum möglich.
Julia Klöckner fordert mehr Unterstützung für Familien
08. Januar 2011Mit dem Wort “Familiy mainstreaming” fordert die rheinland-pfälzische Landtagswahl-Spitzenkandidatin der CDU Julia Klöckner ein stärkeres gesellschaftliches Engagement für die Familie.
„Politische Entscheidungen müssen stärker aus dem Blickwinkel von Familien getroffen werden“, sagte Klöckner laut faz.net im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dabei fordert sie beispielsweise, Krankenversicherungsbeiträge für Familien weniger zu erhöhen als für Kinderlose. Außerdem schlägt sie Unterstützung für Eltern bei Behördenerledigungen vor samt Erleichterungen bei den enormen bürokratischen Anforderungen an Familien. Und sie wünscht sich eine bessere Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft, damit sich wieder mehr junge Leute trauen, Eltern zu werden.
Erfreulich, dass eine Politikerin zum Thema Familienfreundlichkeit einmal mehr einbringt als nur die Frage, wie man optimal die Betreuungsfrage lösen kann. Vielleicht denkt sie ja noch ein Stück weiter und überlegt, wie man Familien noch besser finanziell “mainstreamen” könnte. Denn da sind die Ungerechtigkeiten am stärksten. Nicht nur bei der Krankenversicherung sondern unbedingt auch bei der Rente und in der Besteuerung muss endlich Gerechtigkeit im Vergleich zu den Kinderlosen hergestellt werden.
Schaun wir mal, was sie dazu im angekündigten Interview morgen noch zu sagen hat….
Frohes Neues Jahr!
31. Dezember 2010
birgitH/pixelio.de
Euch allen ein fröhliches Silvesterfest und ein gesegnetes, frohes, erfolgreiches Jahr 2011.
Möge uns alle die Jahreslosung 2011 aus Römer 12,21 anspornen :
“Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.”
Stiftungsinitiative “Für Kinder” gegründet
14. Dezember 2010Kinder brauchen für eine glückliche und gesunde Entwicklung die Präsenz ihrer Eltern. In einer guten emotionalen Bindungssituation entwickelt das Kind Lebens- und Lernfreude. Es hat die besten Voraussetzungen für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung.
In der heutigen Zeit kommt dieses Bindungsbedürfnis oft massiv zu kurz. Um Auswege aus diesem Dilemma zu zeigen und für eine Gesellschaft einzutreten, die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit anerkennt und unterstützt, hat der Erziehungswissenschaftler Wolfgang Bergmann die Stiftungsinitiative “Für Kinder” ins Leben gerufen. An seiner Seite sind die Schauspielerin Barbara Wussow, Franziska Reichenbacher (Journalistin und Moderatorin), sowie Prof. Ralph Dawirs (Leiter der Forschungsabteilung für Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Erlangen), Prof. Gordon Neufeld und Steve Biddulph, beide international renommierte Autoren und Berater für Familien.
Ab Mai 2011 wird ein Magazin “FamilienGlück” erscheinen, auf das wir sehr gespannt sein dürfen.
Der Initiative “Für Kinder” und ihrem Gründer wünsche ich von Herzen Glück und gutes Gelingen!
Basteln im Advent
13. Dezember 2010Adventszeit ist in unserer Familie auch Bastelzeit. Eifrig werden Geschenke produziert, die den Lieben eine besondere Freude machen sollen. Ein klein wenig konnten wir die Kinder von Paulas Schule (Klasse 1 und 2) mit anstecken: Wir haben dort heute früh solche wunderschönen Weihnachtskugeln gefilzt:
Das ist buchstäblich kinderleicht: zuerst wird eine einfarbige Kugel aus Rohwolle, Seife und warmem Wasser gearbeitet. Danach werden die Ornamente aus feinen Wollsträngen mit einer Filznadel aufgenadelt. Ihr hättet die Freude der Kinder, ihre roten Bäckchen beim eifrigen Schaffen und ihre Begeisterung über die fertigen Schönheiten sehen sollen!
Viel Spaß beim Nacharbeiten. Wer genauer wissen will, wie es geht, findet zum Beispiel hier eine Anleitung (ganz unten auf der Seite ist der Ball beschrieben).
Adventsüberraschung
28. November 2010Heute gibt es einen Überraschungsgruß zum 1. Advent. Das muss man sich unbedingt ansehen:
http://theologicalscribbles.blogspot.com/2010/11/hallelujah.html
Da kommt echte Adventsfreude auf!
Ich wünsche allen Lesern eine gesegnete Vorweihnachtsszeit.